Aus Angst vor den Menschen lebte er wie ein Schatten auf unserem Lebenshof...


Das ist unser Stallkater - einen anderen Namen haben wir eigentlich nie für ihn gefunden. Wir haben immer gesagt, wir werden ihm länger ins Gesicht schauen und dann bekommt er einen Namen. Da er aber immer auf der Hut war und in Angst lebte, weil er mit Menschen wohl schlechte Erfahrung gemacht hatte, blieb er bei uns immer der "Stallkater".

 

Er lebte in Hainzell als wilder Kater und hatte sein Zuhause oben im Sägewerk. Wir hatten ihm dort eine Futterstelle errichtet und regelmäßig nach ihm geschaut. Dann plötzlich das große Unglück: ein Riesenfeuer und das Sägewerk brannte lichterloh. Ich hatte ziemlich Angst, weil ich wusste, dass dieser Kater und andere Katzen oben im Sägewerk lebten und ich befürchtete, dass sie diesen Brand nicht überlebten. Wie ein Wunder konnten wir drei Tage später den Stallkater bei uns unten auf dem Lebenshof entdecken. Wir richteten ihm draußen einen Schlafplatz her, stellten ein Häuschen auf und er bekam eine prima Futterstelle. Er war ein Wildling und ließ niemanden an sich ran. Er lebte noch circa zwei Jahre bei uns.

Heute, nach einer schweren Lungenentzündung, durften wir den Kater auf seinem letzten Weg begleiten.

Danke lieber Stallkater, dass du jeden Tag die Kinder im Lebenshof beobachtet hast und wir manchmal das Gefühl hatten, dass es dir gut tut, die Kinder zu sehen und zu wissen, dass sie dir nichts tun. Denn du hattest das Gute im Menschen längst vergessen oder leider nie gelernt. RIP du kleiner Wildling wir werden gerne an dich denken.

Letzte Grüße von Silke, den Kinder und allen netten Helfern vom Lebenshof