Wahr: Clinton liebt Blümchen

Wahr: Clinton liebt Blümchen

Verantwortung Leben: Zwei "Kuschelschweine", aber natürlich nicht für den Metzger!

 

Marktkorb Fulda - 06.03.2011

Fulda (MK). "Wir als Tierschutzverein, bekommen alle möglichen Tierarten zur Vermittlung angeboten. Vor einigen Wochen haben wir eine 1,20 Meter lange Schlange kurzfristig unterbringen müssen", so die Tierschützerin Silke Gramatzki-Wieczorek vom Vorstand des Vereins "Verantwortung Leben". Doch damit nicht genug: So sei jetzt ein Anruf gekommen, dass zwei "Kuschelschweine" namens "Blümchen" und "Clinton" dringend ein Zuhause suchten.

Blümchen sei im Wald von einem tierlieben Menschen gefunden und im Anschluss daran mit der Flasche großgezogen worden, schildert die Tierschützerin sehr emotional. Und sie fügt fast im gleichen Atemzug als Kommentar hinzu: "Sie ist so verschmust, wirft sich auf den Rücken wenn sie gegrault wird, und sie liebt es, mit Menschen zusammen zu sein." Doch damit das "Schweineleben" nicht so einsam verlaufe, habe "der Retter von Blümchen" seinerzeit noch einen kastrierten Eber gekauft. "Die beiden lieben sich, wühlen gemeinsam in der Erde und fressen aus einem Napf."

Aber wie es manchmal im Leben ist, trügt die Idylle leider manchmal eben doch. So müsse, wie Silke Gramatzki-Wieczorek bekennt, eine "Schreckensnachricht" vermeldet werden. So werde, präzisiert sie etwas traurig, der Hof aufgelöst, so dass Blümchen und Clinton weg müssten. Der Schweine-Freund sei darüber "todunglücklich" und habe sich an den Verein "Verantwortung Leben" mit der Bitte gewandt, dass möglichst alle Menschen die Geschichte weitererzählen mögen. Auf diese Weise, hofft die verständnisvolle Tierschützerin, finde man hoffentlich schnell ein gutes Zuhause für Blümchen und Clinton. Zum Schluss noch folgende Botschaft beziehungsweise Bitte an die Leser dieser Zeitung: Wer viel Platz hat oder schon immer gern mal zwei Schweinchen haben wollte, der kann sich ab sofort unter der Telefonnummer 0173/6543210 melden. "Wir wünschen uns ein Happy End für die beiden", verleiht Vereinssprecherin Silke Gramatzki-Wieczorek abschließend ihrer Hoffnung Ausdruck.